Deutsches Rotes Kreuz
DRK - Chronik
 
1828
Geburt Jean-Henri Dunants (gest. 1910) Jean - Henri Dunants
   
1859
Schlacht bei Solferino, Geburtsstunde der Idee des Roten Kreuzes.
   
1862
In der Schrift "Eine Erinnerung an Solferino" fordert Dunant den Schutz der Verwundeten im Kriege und ruft zur Gründung der freiwilligen Hilfsgesellschaften für die Pflege der Verwundeten auf.
   
1863
Gründung des Genfer Hilfskomitees für verwundete Soldaten. Internationaler Kongreß in Genf von 16 europäischen Nationen zur Vorbereitung eines internationalen Abkommens.
   
1864
12 europäische Nationen unterzeichnen das Genfer Abkommen zur Verbesserung des Loses der verwundeten Militärpersonen bei den im  Felde stehenden Heeren (Genfer Konvention vom 22.9.1864). Zentralkomitee des Preußischen Vereins zur Hilfe für die im Felde verwundeten und erkrankten Krieger gebildet.
   
1866
Großherzogin Luise von Baden stellt den von ihr gegründeten Badischen Frauenverein dem neu geschaffenen Roten Kreuz zur Verfügung. Gründung des Bayrischen Invaliden-Unterstützungsvereins (Vorläufer des Landesvereins vom Roten  Kreuz). Königin Augusta von Preußen gründet den Vaterländischen Frauenverein.
   
1867
 I. Internationale Konferenz vom Roten Kreuz in Paris.
   
1869
Großherzoglich Sächsischer Landesverein zur Pflege im Falle verwundeter und erkrankter Krieger gegründet. Zusammenschluß aller deutschen Landesvereine vom Roten Kreuz zu einem Zentralkomitee.
   
  II. Internationale Konferenz vom Roten Kreuz in Berlin. Gründung des Bayrischen Frauenvereins vom Roten Kreuz durch Königin-Mutter Marie.
   
1870
Alle deutschen Staaten und Österreich-Ungarn sind der Genfer Konvention beigetreten.
   
1871
Erster Vereinstag der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger und der Deutschen Frauenvereine vom Roten Kreuz in Nürnberg.
   
1872
Als erster außereuropäischer Staat tritt Persien dem Abkommen bei.
   
1881
Brand des Wiener Ringtheaters (Letzter Anstoß für den Ausbau des neuzeitlichen Rettungswesens).
   
1882
Die USA treten den Genfer Konventionen bei.
   
1886
Japan tritt den Genfer Konventionen bei.
   
1899
1. Haager Friedens-Konferenz. Anwendung der Grundsätze der Genfer Konvention von 1864 auf den Seekrieg.
   
1901
 Zentralkomitee für das Rettungswesen in Preußen gegründet.
   
1902
Deutsches Reichsgesetz zum Schutz des Rotkreuz-Zeichens.
   
1906
Neufassung und Erweiterung des Genfer Abkommens von 1864 (Genfer Konvention vom 6.7.1906).
   
1907
2. Haager Friedens-Konferenz; Kodifizierung des Kriegsvölkerrechts in der Haager Landkriegs- ordnung. 
   
1919
Gründung der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften in Paris. Joachim von Winterfeld-Menkin, Landesdirektor der Provinz Brandenburg i. R., zum Präsidenten des DRK gewählt (bis 1933).
   
1921
Zusammenfassung der deutschen Vereinigungen von RK und Landesfrauenvereinen zum Deutschen Roten Kreuz e.V.
   
1922
Das Deutsche Rote Kreuz tritt der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften bei.
   
1929
Neufassung der Genfer Konvention von 1906, es tritt hinzu ein Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen (Genfer Konvention vom 27.7.1929).
   
1933
Reichspräsident von Hindenburg ernennt Carl Eduard, Herzog von Sachsen Coburg und Gotha zum Präsidenten des DRK (bis 1945).
   
1934
Reichsregierung ratifiziert die Genfer Abkommen von 1929.
   
1937
Reichsgesetz über das Deutsche Rote Kreuz.
   
1945
Teilweise Auflösung des DRK durch die Besatzungsmächte (sowjetische und französische Besatzungszone). Fortsetzung der Rotkreuz-Arbeit; Neubildung der Landesverbände.
   
1947
Zusammenfassung der Landes-Rotkreuzorganisationen in Arbeitsgemeinschaften  für die britische und amerikanische Besatzungszone.
   
1948
 XVII. Internationale Rotkreuz-Konferenz in Stockholm.
   
1949
Neufassung und Erweiterung der Genfer Konvention (Genfer Konvention vom 12.8.1949), die zum ersten Male (in der 4. Genfer Konvention von 1949). Bestimmungen zum Schutz der Zivilbevölkerung enthalten.
   
1950
Zusammenschluß der 15 DRK-Landesverbände und des Verbandes  Deutscher Mutterhäuser vom Roten Kreuz im Deutschen Roten Kreuz e.V. Gründungsversammlung am 4.2.1950 in Koblenz. Dr. Geßler Reichsminister a. D. wurde zum  Präsidenten des DRK gewählt.
   
1951
Anerkennung des DRK durch die Bundesregierung. 25.5.51: 1. Hauptversammlung in Bonn. Bundespräsident Professor Theodor Heuss übernimmt die Schirmherrschaft über das DRK.
   
1952
Anerkennung des DRK durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf. Aufnahme des DRK in die Liga der RK-Gesellschaften.
15.3. Hauptversammlung in Bonn, Finanzminister a. D. Dr. Heinrich Weitz wird zum Präsidenten des DRK gewählt.
   
1952
Gründung des Deutschen Roten Kreuzes in der Deutschen Demokratischen Republik (Sitz Dresden).
   
1954
Der Bundestag beschließt den Beitritt der Bundesrepublik zu den Genfer Konventionen von 1949.
   
1954
Anerkennung des Deutschen Roten Kreuzes in der Deutschen Demokratischen Republik durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf.
Aufnahme des Deutschen Roten Kreuzes in die Liga der Rotkreuz- Gesellschaften.
   
1956
Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik beschließt den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zu der Genfer Konvention von 1949.
   
1957
XIX. Internationale Rotkreuz-Konferenz in Neu Delhi.
   
1959
100 Jahre Rotkreuz-Idee. Gedenkfeier am 26.6. (Tag der Schlacht von Solferino 1859).
   
1965
XX. Internationale Rotkreuz-Konferenz in Wien.
   
1977
Ergänzung der Genfer Abkommen durch zwei Zusatz-Protokolle.
   
1986
Neufassung der Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond - Bewegung.
   
1990
9. November: Die sechs aus dem DRK der DDR neu gebildeten Landesverbände erklären den Beitritt zum Deutschen Roten Kreuz zum 1. Januar 1991.  Vertrag über die Herstellung der Einheit des DRK. Das DRK der DDR löst sich auf.
   
1991
3. Mai: Bestätigung der Anerkennung durch das IKRK anläßlich der Ausdehnung auf das ganze Bundesgebiet.
   
1993
11. November: Verabschiedung der neuen Satzung des DRK.
 
 
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